Auszeit nehmen – warum du es nötig hast!

Von Jan Grabow

Du brauchst eine Auszeit! Kennst du das Gefühl, wenn sich die Welt an manchen Tagen gefühlt schneller zu drehen scheint? 24 Stunden reichen in solchen Momenten nicht aus, um alles zu erledigen. Unerledigte Dinge werden dann, in Form von Gedanken, meist mit ins Bett genommen. 

 

Das Smartphone generiert zusätzlich eine scheinbar ständige Erreichbarkeit und nur die Wenigsten unter uns, schalten ihr Handy am Abend tatsächlich ab oder legen es außerhalb der Reichweite. Auszeit? Fehlanzeige. Die Folgen von all dem, sind nicht immer direkt spürbar. Langfristig gesehen, kann dieser ganze Stress jedoch negative Auswirkungen auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden haben.

 

frau am handy

 

Jetzt mal ganz unter uns: Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht was du tagtäglich alles leistest? Viele Dinge bewältigt man nämlich automatisch – Gedanken macht man sich darüber eher selten und an eine Auszeit ist nicht mal zu denken. Während man den Haushalt schmeißt, der sich ja bekanntlich von alleine macht, ist man mit dem Kopf bereits bei der Abendplanung und beantwortet nebenbei Sprachnachrichten im Minutentakt.

Wie viele Gedanken schwirren einem während einer so alltäglichen Situation wohl durch den Kopf? Fakt ist, dass man ca. 60.000 Gedanken pro Tag denkt. Die einen mehr, die anderen weniger.  Manche wollen verdrängt werden und wieder andere sind hilfreich um dem manchmal doch sehr stressigen Alltag, für ein paar Sekunden den Rücken zu kehren. Denn wer denkt nicht gerne mal an Urlaub und Entspannung? 

 

auszeit im urlaub

 

Das Gehirn läuft fast den ganzen Tag auf Höchstleistung. Die Technik hat uns bereits eindrucksvoll bewiesen, dass Geräte, die ständig auf Höchstleistung laufen, langsam und träge werden. Langfristig gesehen, brauchen auch sie eine Auszeit. Plötzlich auftretende Müdigkeit am Tag – das gute alte Mittagstief. Oder vielleicht eine innere Unruhe, die einem ständig verbietet auch mal eine Pause einzulegen? Fast jeder von uns hat solche Symptome schon mindestens einmal verspürt. Vor allem in stressigen Situationen, äußert der Körper ganz unterschiedliche Signale. Müdigkeit, Nervosität aber auch Schlaflosigkeit und Veränderungen des Appetits sind nur einige Beispiele.

Oft werden diese Dinge anfangs gar nicht bewusst wahrgenommen, man funktioniert wie ein Roboter und erledigt Tag für Tag seine Aufgaben. Dabei setzt man sich gerne selbst unter Druck und erlaubt sich keine kurze Auszeit. Deshalb ist es umso wichtiger, den Alltag bewusster wahrzunehmen.

 

bahn

 

Im Buddhismus schult man beispielsweise seine Achtsamkeit, indem man sich den alltäglichen Dingen mit voller Aufmerksamkeit widmet. Easy, könnte man denken. Aber sich beim spülen vollkommen auf das Geschirr, den Schwamm und das Wasser zu konzentrieren, ist gar nicht so einfach. Sollte man dennoch gerade nicht die Möglichkeit haben eine Pause einzulegen, gibt es ein paar Tricks, die man direkt anwenden kann:

 

Der Atem

Wir atmen, automatisch. Doch wie verhält sich der Atem eigentlich über den Tag verteilt?

Richtet man seine Aufmerksamkeit einmal nach innen, wird einem schnell bewusst, dass man die meiste Zeit über eher flach atmet. Ein kontrollierter tiefer Atem sorgt nicht nur dafür, dass wir unsere Konzentration nach innen richten, sondern hilft kurzfristig auch, die Muskeln zu entspannen und unserem Kopf eine kleine Auszeit von den ganzen Gedanken zu geben. Das gute an dieser Übung ist, dass man sie überall durchführen kann. Beispielsweise in der Bahn, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Uni. Sogar im Auto oder beim einkaufen. Probiert es aus!

 

frau entspannt

 

Die Auszeit für Zwischendurch: Gehmeditation

Diese Meditation kann sehr gut in den Alltag integriert werden, weil man an keine Rahmenbedingungen gebunden ist und keine zusätzliche Zeit aufbringen muss. Ganz nach dem Motto:Der Weg ist das Ziel,  konzentriert man sich hierbei sowohl auf den Atem als auch auf die eigene Gangart und wird sich dem gegenwärtigen Moment bewusst. Eine Auszeit, ohne sich eine Auszeit zu nehmen.

 

gehmeditation

 

 

Die To Do Liste

Eine oftmals sehr unterschätze aber super hilfreiche Methode, seinen Stress zu reduzieren. Erfolgreiche Menschen, nutzen dieses Tool um ihr Zeitmanagement zu optimieren. Zusätzlich wirkt eine To Do Liste sehr motivierend und befreiend, sobald man die einzelnen Punkte im wahrsten Sinne des Wortes abhaken kann.

 

to do liste

 

Teilt uns gerne mit was ihr am liebsten macht, um in stressigen Situationen den Überblick zu behalten und denkt immer dran: In der Ruhe liegt die Kraft.

 

Falls du weitere Tipps zu der Gestaltung deiner ganz eigenen kleinen Auszeit brauchst, schau dir doch mal unseren Artikel über leckere, vegane Frühstücksideen an.